Das Museum zeigt zum ersten Mal Fotografien von Wolfgang Schulz, die in den 80. Jahren des 20. Jahrhundert entstanden sind. Die Ausstellung basiert auf den Werken, die in der von Wolfgang Schulz gegründeten Zeitschrift „Fotografie“ gezeigt wurden.

MKG Hamburg entdeckt das Werk von Wolfgang Schulz wieder

Autor/in: Katarzyna Wakuła
Veröffentlicht am Juni 5, 2019

Um das Jahr 1980 erlangt die Fotografie einen neuen Stellenwert im Kunstbetrieb. Museen beginnen sich für das Medium zu interessieren, erste Fotogalerien werden gegründet und 1977 hat die Fotografie ihren ersten großen Auftritt auf der documenta. Die Ausstellung „Wolfgang Schulz und die Fotoszene um 1980. Fotografie neu ordnen“ widmet sich dieser spannenden Umbruchszeit.

Ausgangspunkt der Schau ist das Magazin „Fotografie. Zeitschrift internationaler Fotokunst“, das zwischen 1977 und 1985 herausgegeben wurde. Am Beispiel der Zeitschrift und ihrer Protagonisten betreibt die Ausstellung eine fotografiegeschichtliche Archäologie der deutschen Fotoszene um 1980. Sie präsentiert Werke verschiedener Fotograf*innen, die in jener Zeit ihren Weg in die Sammlung des Museums gefunden haben, und skizziert so die fotografischen Herangehensweisen und Möglichkeiten der 1980er Jahre. Die Ausstellung entdeckt sowohl das Werk von Wolfgang Schulz als auch die Zeitschrift „Fotografie“ wieder. Von wenigen Galerieausstellungen seit den 1990er Jahren abgesehen, wird das fotografische Werk von Wolfgang Schultz nun erstmals präsentiert.

Die Zeitschrift „Fotografie“ wurde ursprünglich von Wolfgang Schulz gegründet. Er veröffentlichte dort eigene Arbeiten, tat dies aber rasch nur noch vereinzelt und unter Pseudonym. In seiner fotografischen Arbeit, wie auch in seiner Tätigkeit als Redakteur, versuchte Schulz sich festschreibenden Normen zu entziehen und verfolgte unterschiedliche Stile und Sujets. So folgte er bei seinen Irland-Bildern der erzählerischen Tradition der Bildreportage, erstellte aber auch eine streng dokumentarisch anmutende Typologie von Scheunen und deren Erscheinungsformen. Mit einer Serie über Unterholz wendete er sich dem Unspektakulären zu und porträtierte die Fotoszene, die bei ihm ein- und ausging.

Im Dialog mit dem Werk von Wolfgang Schulz und seiner Arbeit als Herausgeber wird in der Ausstellung das breite künstlerische Schaffen der 1980er Jahre anhand von Fotografien aus der Sammlung des MKG aufgeblättert.

 

Die Sonderausstellung „Wolfgang Schulz und die Fotoszene um 1980. Fotografie neu ordnen“ ist bis 24. November zu sehen.

Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg
Steintorplatz
20099 Hamburg
www.mkg-hamburg.de

#mkghamburg
Öffnungszeiten
Di–So 10–18 Uhr
Do 10–21 Uhr
Eintritt
12 Euro, ermäßigt 8 Euro
Do ab 17 Uhr 8 Euro
unter 18 Jahren frei
Veranstaltungen sind im Museumseintritt inbegriffen.

(kw/MKG Hamburg)

Datum: 14.06.2019 - 24.11.2019
Uhrzeit: 10:00 - 21:00
Lokalisierung: Steintorplatz, 20099 Hamburg


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