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LITERATURE

Wirklichkeit und Illusion. Dioramen im Deutschen Museum2017-05-06 - 2018-01-07

Der neueste, veröffentlichte bei dem Deutschen Museum in München Dioramen-Katalog lässt die Geschichte und die Entstehung der Dioramen lebendig werden.

 

Ein Detail aus dem Challenger, Diorama dem jüngsten Diorama des Museums, Fot. DM

Ein Detail aus dem Challenger, Diorama dem jüngsten Diorama des Museums, Fot. DM

Diorama (aus dem Griechischen diá – durch und hórâma – Sehen) ist eine schaukastenartige Gestaltung mit einem durch eine Glasscheibe abgeschlossenen Einblick, wobei der Vordergrund dreidimensional gestaltet ist und möglichst unauffällig in einen gemalten Hintergrund übergeht.

 

Das Deutsche Museum besitzt aktuell 81 Dioramen, wobei rund 40 Dioramen sind derzeit ausgestellt. Das älteste ausgestellte Diorama ist die „Brunnenhausanlage der Saline Reichenhall“ in der Abteilung Bergwerk aus dem Jahr 1924. Das neueste ausgestellte Diorama ist die „Challenger“ in der Meeresforschung aus dem Jahr 2013. Noch neuere Dioramen, wie z. B. der „Tatort“ sind bereits fertig und für die Ausstellungen, die nach der ersten Umbauphase 2019 eröffnen, im Depot eingelagert.

Wie Wolfgang M. Heckl, der Generaldirektor berichtet, der Katalog ist ein Musterbeispiel für die Objektforschung im Deutschen Museum in München. „Von den Werkstätten und dem Fotoatelier über das Forschungsinstitut und die wissenschaftlichen Fachabteilungen bis zum Archiv und Verlag haben alle mit ihren Kenntnissen beigetragen” – sagt Heckl.


„Die Arbeit an dem Katalog war ein langwieriges Projekt“, sagt Wilhelm Füßl, „aber eines der schönsten in meinem Berufsleben.“ Der Mitherausgeber leitet das Archiv des Deutschen Museums und hat mit seinen Kollegen Andrea Lucas und Matthias Röschner die Bestandsaufnahme durchgeführt: „Wer die Quellen zu den Dioramen erforscht, erfährt bislang unbekannte Geschichten. Da wird für das Immergrün im Diorama ein Mitarbeiter in die Tiroler Berge geschickt, um dort einen Rucksack mit Alpenazaleen zu pflücken – nicht ohne vorab die Innsbrucker Landesregierung um Genehmigung zu fragen. Oder man liest, dass in der NS-Zeit Dioramen auf Druck von NS-Organisationen verändert werden mussten, damit sie nicht zu sehr einem realen Vorbild ähneln“, erzählt Füßl.

 

Der Leiter der museumseigenen Bildhauer-Werkstatt – Bernhard Küchle fügt hinzu: „Natürlich könnte man die kleinen Platten auch mit einem 3-D-Drucker herstellen – aber dann würden alle gleich aussehen.“ Küchle ist seit mehr als 28 Jahren im Haus und hat selbst schon an 15 Dioramen mitgearbeitet.

 

Die Dioramen im Deutschen Museum versetzen die Besucher ins alte Ägypten oder ins Indien des 17. Jahrhunderts. Diese Schaukästen sind eine eigene Kunstform.

Besucher können zudem beim Tag der offenen Tür der Werkstätten des Deutschen Museums erleben, wie diese Kunstwerke entstehen – in der Zusammenarbeit zwischen Modellbauern, Bildhauern und Malern und den anderen Werkstätten des Deutschen Museums. Am Samstag, 6. Mai, gibt von 8 bis 16 Uhr Werkstatt-Führungen  (Treffpunkt auf dem Museumshof).

W. Füßl, A. Lucas, M. Röschner, Wirklichkeit und Illusion. Dioramen im Deutschen Museum, München 2017, 320 Seiten.

Preis: Im Museumsshop 18 Euro, im Buchhandel 24 Euro. ISBN: 978-3-940396-58-7

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