Proces, Opera na Zamku w Szczecinie, fot. P. Nykowski

Eine Opernversion von F. Kafkas „Der Prozess“ wird in Stettin aufgeführt

Autor/in: Katarzyna Wakuła
Veröffentlicht am Oktober 12, 2020

Ab dem 17. Oktober können Sie in der Schlossoper in Stettin die polnische Version der zeitlosen Koproduktion sehen, die im Royal Opera House in London nach Franz Kafkas „Prozess“ gezeigt wird. Es ist eine wunderbare Symbiose aus amerikanischen Noten, polnischer Szene und kafkaesker Absurdität.

Die voller Spannung und Rätsel beinhaltete Aufführung erzählt die Geschichte eines Beamten, Józef K., der eines Tages verhaftet und wegen eines unbekannten Verbrechens vor Gericht gestellt wird, das er angeblich begangen hat. Die absurde Situation macht einen reichen, gebildeten und beruflich und sozial erfolgreichen Menschen zu einer menschlichen Marionette, die unter dem Einfluss von Anschuldigungen anfängt, an sich selbst zu zweifeln. Die Figur die in einen Zustand der Demenz gerät und fast verrückt wird und schließlich erklärt, dass sein Prozess verdient ist.

Der zeitgenössische Komponist Philip Glass, der für einen Oscar nominiert und mit dem Golden Globe ausgezeichnet wurde, reproduzierte die Metapher der Einsamkeit und menschlichen Schwäche, die in Kafkas dunklem Roman enthalten ist, brillant mit Klang. Das Libretto wurde von dem bekannten Regisseur und Drehbuchautor, dem Oscar-Preisträger Christopher Hampton, geschrieben. Pia Partum ist für die Leitung der polnischen Produktion verantwortlich, während Jerzy Wołosiuk für die musikalische Leitung verantwortlich war. Christian Oldenburg spielt die Rolle von Józef K.

Die Regisseurin setzte die Aktion in einen Wolkenkratzer in der Metropole. Um die Atmosphäre einer gewissen Klaustrophobie, die Józef K. umgibt, aufrechtzuerhalten, wurde das perfekt durchdachte und sogar coole Bühnenbild nur geringfügig geändert. Das Ganze wurde in einen Raum gebaut, der sowohl eine Wohnung als auch eine Kirche oder ein Hof sein könnte. Die Einheit des Ortes ermöglichte es zu zeigen, dass sich alles in Józef Ks Kopf abspielt und eine Art Labyrinth seiner Gedanken schafft. „Prozess“ ist ein zeitloses Werk voller Spannung und Rätsel, eine wunderbare Symbiose aus amerikanischen Noten, polnischer Szene und kafkaesker Absurdität.

Die bevorstehenden Aufführungen finden am 17. und 18. Oktober statt.

Opera „Prozess“ basierend auf dem Roman von Franz Kafka
Musik: Philip Glass
Musikalische Leitung: Jerzy Wołosiuk
Regie: Pia Partum
Bühnenbild, Multimedia, Lichtdesign: Wojciech Puś
Kostüme: Wojciech Dziedzic
Bühnenbewegung: Agnieszka Dmochowska-Sławiec
Assistent des Dirigenten: Mateusz Rusowicz
Kostümdesigner Assistent: Emil Wysocki

Besetzung:
Józef K. – Ch. Oldenburg
Panna Bürstner | Leni – A. Farysej
Pani Grubach – G. Kowalińska
Praczka – S.K. Januszewska
Titorelli | Siepacz| Student (Bertold) – P. Tolstoy
Strażnik 1 (Franz) – P. Zgorzelski
Block – M. Scech
Woźny sądowy | Adwokat Huld – T. Łuczak
Strażnik 2 (Willem) | Sędzia śledczy – J. Lewandowski
Ksiądz – R. Pawnuk
Inspektor | Wuj Albert – A.R. Munn
Asystent – D. Safin
Dyrektor kancelarii – D. Hibler
Dyrygent – J. Wołosiuk
Inspicjent – K. Berowska

Kommende Auftritte:
Samstag, 17.10.2020 um 19.00 Uhr
Sonntag, 18.10.2020 um 18.00 Uhr

Die Tickets sind hier erhältlich.

(kw)

Datum: 17.10.2020 - 31.12.2022
Lokalisierung: Opera na Zamku w Szczecinie, Korsarzy 34, 70-540 Szczecin


Wie hilfreich war dieser Beitrag?

Klicke auf die Sterne um zu bewerten!

Durchschnittliche Bewertung / 5. Anzahl Bewertungen:

Bisher keine Bewertungen! Sei der Erste, der diesen Beitrag bewertet.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.