Die Staatsoper spielen online

Autor/in: Katarzyna Wakuła
Veröffentlicht am Dezember 18, 2020

In der Corona-Zeit muss man auch auf Oper nicht verzichten! Davon überzeugen u.a. die Staatsoper in Stuttgart und die Oper auf dem Burg (Opera na Zamku) in Stettin.

Das deutsche Opernhaus führt bereits im Frühjahr erprobtes #OpertrotzCorona Online-Programm fort. Noch bis Ende Januar wird jede Woche eine Opern-Aufzeichnung online präsentiert. Auch das polnische Opernahaus in Stettin bietet die ausgezeichneten Inszenierungen der bekanntesten Oper der Welt auf seinem You Tube-Kanal als Video on Demand an.

Online-Angebot der Staatsoper Stuttgart

Ab dem Freitag, 18. Dezember, ist auf dem You Tube-Kanal ab 17 Uhr Mozarts Die Entführung aus dem Serail in der Inszenierung von Hans Neuenfels aus dem Jahr 1998 zu sehen. Am ersten Weihnachtsfeiertag folgt dann auf der Website der Staatsoper Jossi Wielers und Sergio Morabitos Inszenierung von Pjotr Iljitsch Tschaikowskis Pique Dame. Dieser kann derzeit als Video-on-Demand abgerufen werden. Mit dem Streaming-Preis von € 9,– werden auch lokale Kinos unterstützt.

Und noch bis zum 27. Dezember läuft auf You Tube-Kanal mit kostenlosen On-Demand-Streams The Fairy Queen. In Calixto Bieitos Inszenierung von Henry Purcells Semi-Oper The Fairy Queen werden die Zuschauer zu Zeug*innen einer Hochzeitsnacht. Was mit der Ehe beginnt, entwickelt sich zu einem Auf und Ab zwischen der Lust des Augenblicks und der Einsamkeit der späten Stunde. Dabei vergessen nicht nur die Figuren im Stück, wer sie „normalerweise“ sind, auch die Schauspieler*innen und Sänger*innen gehen in dieser Koproduktion der Oper und des Schauspiels Stuttgart aufs Ganze: Wer meist spielt, singt, wer meist singt, spielt, und alles vereint sich zu einem unterhaltsamen, berührenden und abgründigen Tanz durch die Nacht.

Die allen Online-Oper ist im Rahmen des Online-Programmes „Oper trotz Corona“ inszeniert.

Online Oper der Oper Stettin

Gegen eine symbolische Gebühr von 10 PLN können Sie ab heute von Mitternacht an zwei Tagen – bis Mitternacht am 20. Dezember (Sonntag) – eine der größten Opern der Geschichte sehen – „La Traviata“ von G. Verdi in der Schlossoper in Stettin.

Die Aufnahme der Stettiner Premiere 2016 unter der Regie des weltberühmten Künstlers Michał Znaniecki unter der musikalischen Leitung von Vladimir Kiradjiev erzählt die Geschichte der Kurtisane Violetta, die zum ersten Mal in ihrem Leben die wahre Liebe findet und gleichzeitig abgelehnt und todkrank ist. Die Stettiner Produktion von „La Traviata“ entführt den Betrachter in die Welt des zeitgenössischen Glanzes, in der sich die verzweifelte emotionale Leere vieler Menschen in einem Spiegel widerspiegelt. Nach Filmen wie „Der Teufel trägt Prada“ oder „Prêt-à-porter“ von Altman baut Michał Znaniecki Violettas Umgebung wie eine großartige Vogue-Modenschau, in der Emotionen weniger wichtig sind als neue Trends und Geschäftsbeziehungen. In der reichen Innenausstattung eines Pariser Hotels, bei Empfängen und roten Teppichen, bei spektakulären „Haute Couture“ -Kostümen wird Violetta wieder ihr zeitgenössisches Gesicht zeigen und zum Symbol der Kritik an den heutigen zwischenmenschlichen Beziehungen werden.
Tickets für „Traviata“ sind erst heute erhältlich.

On-Demand-Streams:

The Fairy Queen
Verfügbar bis 27. Dezember 2020

Die Entführung aus dem Serail
Verfügbar ab 18. Dezember 2020

Pique Dame
Verfügbar ab 25. Dezember 2020

Traviata
Verfügbar ab 18. Dezember bis 20. Dezember 2020

 

Autorin: Katarina Wakula
Veröffentlicht am 18.12.2020

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